Viele Menschen wünschen sich, ihre letzte Lebenszeit zu Hause zu verbringen – in vertrauter Umgebung, mit der Familie in der Nähe. Sterben zu Hause ist in Bern gut möglich, wenn die Betreuung früh organisiert ist. Für Angehörige bedeutet es aber auch Verantwortung und viele offene Fragen.

Die Fachgesellschaft palliative.ch betont, dass frühe Information den Stress für alle Beteiligten im Moment des Todes verringert (palliative.ch). Dieser Beitrag zeigt Ihnen:

  • welche Unterstützung es in Bern für die Pflege zu Hause gibt,
  • was Sie jetzt schon in Ruhe regeln können,
  • und was zu tun ist, wenn der Tod zu Hause eintritt.

Unterstützung für die Pflege zu Hause in Bern

Niemand muss die Pflege am Lebensende allein tragen. In Bern gibt es mehrere Anlaufstellen, die Familien entlasten.

  • Spitex: Die Spitex Bern bietet ambulante Pflege mit Palliative Care zu Hause an, in Zusammenarbeit mit weiteren Diensten (Spitex Bern).
  • palliative bern: Die kantonale Anlaufstelle vermittelt Angebote und Fachpersonen (palliative bern).
  • Freiwillige und Begleitgruppen: Organisationen wie Kirchen, das Rote Kreuz oder Caritas begleiten Schwerkranke und entlasten Angehörige, etwa mit Nachtwachen.

Einen Notfallplan erstellen

Damit Sterben zu Hause gelingt, hilft ein einfacher Notfallplan. Schreiben Sie auf ein Blatt, das gut sichtbar liegt, wen Sie in welcher Situation anrufen:

  • die Hausärztin oder den Hausarzt, mit Telefonnummer und Sprechzeiten,
  • den ärztlichen Notfalldienst für Nächte und Wochenenden,
  • die zuständige Spitex,
  • das Bestattungsinstitut – bei uns rund um die Uhr unter +41 79 133 90 99,
  • die Angehörigen, die im Ernstfall informiert werden möchten.

So muss in einer belastenden Nacht niemand lange nach Nummern suchen. Besprechen Sie den Plan auch mit allen, die bei der Betreuung helfen.

Klären Sie in der Familie früh, wer welche Aufgaben übernehmen kann. Beziehen Sie auch Freunde und Nachbarn ein. Ist die Pflege zu Hause nicht mehr möglich, ist ein Wechsel ins Spital, ins Pflegeheim oder in ein Hospiz kein Scheitern, sondern eine gute Entscheidung.

Wenn es zu Hause nicht mehr geht

Manchmal verändert sich die Situation rascher als erwartet. Die Pflege wird körperlich zu schwer, die Nächte werden zu lang, oder die Beschwerden lassen sich zu Hause nicht mehr gut lindern. Dann ist es richtig, neu zu entscheiden.

In Bern gibt es dafür verschiedene Orte:

  • Spital: Viele Spitäler in der Region verfügen über Palliativstationen, die auf die letzte Lebensphase spezialisiert sind.
  • Pflegeheim: Eine Option, wenn die Pflege länger dauert und rund um die Uhr nötig ist.
  • Hospiz: In Bern gibt es ein Hospiz für Menschen, die nicht mehr lange zu leben haben (Journal B).

Besprechen Sie diese Möglichkeiten früh mit der Hausärztin oder der Spitex. Wer die Optionen kennt, muss im Notfall nicht unter Zeitdruck entscheiden. Stirbt jemand im Spital, im Heim oder im Hospiz, übernimmt die Institution die Meldung ans Zivilstandsamt.

Auf sich selbst achten

Wer einen Menschen bis zuletzt begleitet, gibt sehr viel. Viele Angehörige merken erst später, wie erschöpft sie waren. Achten Sie deshalb auch auf sich selbst.

  • Pausen einplanen: Nehmen Sie Entlastungsangebote wie Nachtwachen von Freiwilligen an, auch wenn es Überwindung kostet.
  • Aufgaben verteilen: Einkäufe, Behördengänge und Telefonate können andere übernehmen.
  • Gefühle zulassen: Trauer beginnt oft schon vor dem Tod. Das ist normal und kein Zeichen von Schwäche.

Nach dem Tod finden Sie in Bern verschiedene Anlaufstellen für die Zeit der Trauer. Eine Übersicht bietet unser Beitrag Trauerbegleitung in Bern.

Was Sie jetzt in Ruhe regeln können

Solange noch Zeit ist, lassen sich viele Fragen ohne Druck klären. Das entlastet Sie in den Stunden nach dem Tod.

Wünsche besprechen

Sprechen Sie, wenn möglich, mit der erkrankten Person über ihre Wünsche. Die wichtigsten Fragen:

Unterlagen bereitlegen

Legen Sie Identitätskarte oder Pass, Familienbüchlein und allfällige Anordnungen für den Todesfall an einem Ort bereit. So haben Sie alles zur Hand, wenn es gebraucht wird.

Ein Vorgespräch führen

Sie dürfen ein Bestattungsinstitut kontaktieren, bevor der Tod eingetreten ist. In einem Vorgespräch klären wir Ablauf und Kosten, ohne Verpflichtung. Was eine Bestattung in Bern kostet, zeigt unser Beitrag Was kostet eine Bestattung in Bern?. Möchte jemand seine Bestattung selbst festlegen, hilft die Bestattungsvorsorge.

Wenn der Tod zu Hause eintritt

Wenn ein erwarteter Tod zu Hause eintritt, ist fast nichts wirklich eilig. Sie dürfen sich Zeit nehmen.

Schritt 1: Die Ärztin oder den Arzt verständigen

Rufen Sie die Hausärztin oder den Hausarzt an, ausserhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Notfalldienst. Bevor die verstorbene Person abgeholt werden kann, muss eine Ärztin oder ein Arzt die Todesbescheinigung ausstellen (Palliaviva).

Schritt 2: Abschied nehmen

Es gibt keine Vorschrift, die eine sofortige Abholung verlangt. Viele Familien empfinden diese Stunden später als wichtig. Die Spitex hilft auf Wunsch beim Waschen und Ankleiden der verstorbenen Person.

Schritt 3: Uns anrufen

Wir sind rund um die Uhr erreichbar und holen die verstorbene Person zu Hause ab, wann es für Sie stimmt. Ab diesem Moment übernehmen wir die Organisation.

Schritt 4: Den Todesfall melden

Stirbt jemand zu Hause, müssen die nächsten Angehörigen den Tod innerhalb von zwei Tagen beim Zivilstandsamt melden (ch.ch). Diese Meldung übernehmen wir auf Wunsch für Sie. Die weiteren Schritte der ersten Tage finden Sie in unserer Checkliste Todesfall und im Beitrag Todesfall – was tun?.

Die Abdankung in Bern vorbereiten

Nach den ersten Tagen geht es um den Abschied. In der Stadt Bern und in den umliegenden Gemeinden gelten eigene Reglemente, die wir für Sie abklären. Wie eine Abdankung in Bern abläuft und wo sie stattfinden kann, erklärt der Beitrag Abdankung in Bern.

Soll die verstorbene Person in einem anderen Land beigesetzt werden, organisieren wir auch die Überführung ins Ausland.

Fazit

Sterben zu Hause ist in Bern gut möglich, wenn Sie die Betreuung früh organisieren:

  • Spitex, palliative bern und Freiwillige entlasten die Familie,
  • Wünsche, Unterlagen und Kosten lassen sich vorher in Ruhe klären,
  • nach dem Tod dürfen Sie sich Zeit für den Abschied nehmen,
  • die Meldung und alle Formalitäten übernehmen wir für Sie.

Ob der Abschied zu Hause, im Spital oder im Hospiz stattfindet: Sie müssen die nächsten Schritte nicht allein planen. Ein erstes Gespräch mit uns kostet nichts und schafft Klarheit, bevor die schwerste Zeit beginnt.

Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +41 79 133 90 99 oder über unsere Kontaktseite.

Häufig gestellte Fragen

Wen rufe ich an, wenn jemand zu Hause gestorben ist?

Zuerst die Hausärztin oder den Hausarzt, ausserhalb der Sprechzeiten den ärztlichen Notfalldienst. Die Ärztin stellt die Todesbescheinigung aus; danach können Sie uns rund um die Uhr anrufen.

Muss die verstorbene Person sofort abgeholt werden?

Nein. Sie dürfen sich Zeit für den Abschied nehmen. Wann wir die verstorbene Person abholen, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen.

Wer meldet den Tod beim Zivilstandsamt?

Stirbt jemand zu Hause, sind die nächsten Angehörigen zur Meldung innerhalb von zwei Tagen verpflichtet. Diese Aufgabe übernehmen wir auf Wunsch für Sie.

Gibt es in Bern Unterstützung für die Pflege zu Hause am Lebensende?

Ja. Die Spitex bietet Palliative Care zu Hause an, und Freiwilligen- und Begleitgruppen entlasten Familien. Die Anlaufstelle palliative bern vermittelt Angebote im Kanton.

Kann ich den Bestatter schon vor dem Tod kontaktieren?

Ja. Ein Vorgespräch ist üblich und entlastet Sie später. Wir klären Wünsche, Ablauf und Kosten in Ruhe und ohne Verpflichtung.