Die Abdankung ist der Moment, in dem Familie, Freunde und Bekannte gemeinsam Abschied nehmen. Wie sie gestaltet wird, entscheiden Sie. Dieser Beitrag zeigt, welche Möglichkeiten es in Bern und der Region gibt und welche Fragen Sie im Voraus klären sollten.

Was ist eine Abdankung?

In der Schweiz bezeichnet «Abdankung» die Trauerfeier – die Zeremonie, mit der von einer verstorbenen Person Abschied genommen wird. Sie kann kirchlich oder konfessionsfrei sein, gross oder im engsten Kreis, mit oder ohne anschliessende Beisetzung.

Die Abdankung ist nicht dasselbe wie die Beisetzung. Die Beisetzung ist der Akt, bei dem Sarg oder Urne ins Grab gelegt werden. Beides kann am selben Tag stattfinden – muss aber nicht. Bei einer Feuerbestattung liegen zwischen Abdankung und Urnenbeisetzung oft Wochen.

Wo eine Abdankung stattfinden kann

In der Kirche. Für viele Familien der selbstverständliche Ort. Die Kirchgemeinde stellt den Raum und die Pfarrperson; die Feier folgt der liturgischen Ordnung, lässt aber Raum für persönliche Elemente wie Musik, Texte und eine Würdigung.

In der Abdankungshalle auf dem Friedhof. Die städtischen Friedhöfe Bremgarten, Schosshalde und Bümpliz verfügen über Räume für Trauerfeiern, ebenso die Friedhöfe der umliegenden Gemeinden. Diese Räume sind konfessionell neutral und eignen sich für kirchliche wie freie Feiern.

Am Grab. Eine kurze Feier im Freien, meist im engsten Kreis. Schlicht, unmittelbar und oft sehr berührend.

An einem anderen Ort. Je nach Wunsch und Möglichkeiten sind auch andere Räume denkbar – ein Saal, ein Restaurant für das anschliessende Leidmahl, ein Ort, der für die verstorbene Person Bedeutung hatte. Wir prüfen mit Ihnen, was machbar ist.

Kirchlich oder konfessionsfrei?

Beides ist möglich, und beides kann würdevoll und persönlich sein.

Bei einer kirchlichen Abdankung leitet eine Pfarrperson die Feier. Der Ablauf folgt einer bekannten Ordnung – Musik, Lesung, Predigt, Gebet, Segen – was vielen Trauernden Halt gibt. Die Pfarrperson führt vorher ein Gespräch mit der Familie, um die verstorbene Person kennenzulernen.

Bei einer freien Abdankung übernimmt eine Trauerrednerin oder ein Trauerredner die Leitung. Der Ablauf wird ganz auf die verstorbene Person zugeschnitten. Diese Form wählen Familien, die keiner Kirche angehören oder einen persönlicheren Rahmen wünschen.

Daneben richten wir Abschiede nach den Gepflogenheiten anderer Glaubensgemeinschaften aus und stimmen die Abläufe mit Friedhofverwaltung und Gemeinde ab.

Wie eine Abdankung aufgebaut ist

Ein bewährter Rahmen, der beliebig angepasst werden kann: ein musikalischer Auftakt, eine Begrüssung, die Würdigung des Lebens der verstorbenen Person, ein Text oder eine Lesung, Raum für persönliche Worte von Angehörigen, ein Musikstück, der Abschluss – und bei anschliessender Beisetzung der gemeinsame Gang zum Grab.

Eine Abdankung dauert in der Regel 30 bis 60 Minuten. Sie muss nicht lang sein, um zu tragen.

Die persönlichen Elemente

Musik. Orgel, Klavier, ein Streichquartett, eine Sängerin – oder eine Aufnahme des Lieblingsstücks. Live gespielte Musik hat eine besondere Wirkung, aber ein sorgfältig gewähltes Lied ab Tonträger ist ebenso stimmig.

Worte. Die Würdigung durch die Pfarrperson oder Rednerin ist der Kern. Zusätzlich können Angehörige selbst sprechen. Wichtig: Niemand muss. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie es im Moment schaffen, schreiben Sie Ihre Worte auf – jemand anderes kann sie vorlesen.

Blumen. Der Sargschmuck, Gestecke von Angehörigen, ein Blumengruss der Trauergäste. Manche Familien bitten statt Blumen um eine Spende an eine Organisation, die der verstorbenen Person wichtig war.

Erinnerungsstücke. Ein Foto, ein Werkzeug, ein Instrument, das Trikot des Vereins – Gegenstände erzählen oft mehr als Worte.

Gedenkkarten. Eine Karte mit Foto und einem Text, die Trauergäste mitnehmen können.

Das Leidmahl

Viele Familien laden im Anschluss zu einem gemeinsamen Essen. Das Leidmahl ist oft der Moment, in dem sich die Anspannung löst und Erinnerungen ausgetauscht werden. Es muss nichts Grosses sein – Kaffee und Kuchen in einem nahegelegenen Restaurant genügen.

Wir organisieren das auf Wunsch mit, damit Sie sich nicht auch noch um Reservationen kümmern müssen.

Im engsten Kreis – oder gar nicht

Eine Abdankung ist nicht Pflicht. Manche Menschen wünschen sich ausdrücklich einen stillen Abschied, andere Familien entscheiden sich bewusst dafür.

Ein stiller Abschied ist nicht weniger wert. Wenn Sie diesen Weg wählen, formulieren Sie es in der Todesanzeige oder im Leidzirkular klar – etwa mit dem Hinweis, dass die Beisetzung im engsten Familienkreis stattgefunden hat. Das erspart Nachfragen in einer Zeit, in der Kraft knapp ist.

Was Sie im Voraus klären sollten

Wer soll die Feier leiten? Welche Musik, welche Texte? Wo findet die Feier statt und wann? Wer wird eingeladen, und wie werden die Menschen informiert? Gibt es ein Leidmahl? Und wünschen Sie Blumen oder eine Spende?

Diese Punkte gehen wir mit Ihnen durch. Sie müssen nichts allein herausfinden.

Wir gestalten den Abschied mit Ihnen

Von der Reservation des Raums über die Koordination mit Kirchgemeinde und Friedhofverwaltung bis zu Musik, Blumen und Drucksachen: Wir übernehmen die Organisation, damit Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren können. Mehr dazu auf unserer Seite Beratung und Begleitung.

ERSA Bestattungen – Ihr Bestattungsinstitut für Bern und Umgebung
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Hinweis: Verfügbarkeit von Räumen, Abläufe und Gebühren unterscheiden sich je nach Gemeinde und Kirchgemeinde. Wir klären die Möglichkeiten für Ihren Fall ab.

Passend dazu: Anlaufstellen für die Zeit nach dem Abschied finden Sie unter Trauerbegleitung in Bern.

Im Trauerfall

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Ein Anruf genügt. Wir übernehmen die Überführung und alle Formalitäten mit Ämtern, Friedhof und Krematorium — in Bern und der ganzen Region.

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