Wie ein Mensch bestattet wird, hat mit Glauben, Herkunft und Familientradition zu tun. In Bern leben Menschen mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen davon, was ein würdiger Abschied ist. Dieser Beitrag zeigt, welche Formen möglich sind – und was Sie wissen sollten, wenn religiöse Vorgaben zu beachten sind.

Unser Grundsatz

Wir richten den Abschied nach Ihren Vorstellungen aus. Ob kirchlich, konfessionsfrei oder nach den Gepflogenheiten Ihrer Glaubensgemeinschaft: Unsere Aufgabe ist es, die Abläufe so zu organisieren, dass Sie sich auf den Abschied konzentrieren können.

Was für Sie richtig ist, entscheiden Sie. Wir fragen nach, wenn wir etwas nicht wissen, und wir sagen es Ihnen offen, wenn etwas an einem bestimmten Ort nicht möglich ist.

Christliche Abdankungen

Bei einer reformierten Abdankung leitet die Pfarrperson der Kirchgemeinde die Feier. Sie führt vorab ein Gespräch mit der Familie, um die verstorbene Person kennenzulernen. Die Feier findet in der Kirche oder in der Abdankungshalle statt und folgt einer klaren Ordnung mit Musik, Lesung, Predigt und Segen.

Bei einer römisch-katholischen Bestattung steht häufig ein Requiem oder eine Eucharistiefeier im Zentrum, gefolgt von der Beisetzung. Beide Kirchen akzeptieren heute sowohl Erd- als auch Feuerbestattung.

Auch christlich-orthodoxe Gemeinden sind in der Region vertreten. Hier gelten eigene liturgische Abläufe, und die Erdbestattung ist die vorgesehene Form. Wir stimmen uns mit der jeweiligen Gemeinde ab.

Islamische Bestattungen

Für muslimische Familien gelten besondere Anforderungen: die rituelle Waschung, das Einhüllen in Tücher, die Erdbestattung ohne Kremation, die Ausrichtung des Grabes nach Mekka und eine möglichst zeitnahe Beisetzung.

In Bern besteht auf dem Bremgartenfriedhof ein Grabfeld für Musliminnen und Muslime mit Ausrichtung nach Mekka. Ein eigenes Grabmal und eine Bepflanzung sind dort möglich.

Zu beachten ist, dass die Beisetzung in der Schweiz erst stattfinden darf, wenn die Bestätigung der Anmeldung durch das Zivilstandsamt vorliegt. Diese Frist lässt sich nicht umgehen, aber wir sorgen dafür, dass die Formalitäten ohne Verzögerung ablaufen, damit die Beisetzung so früh wie möglich erfolgen kann.

Wünscht die Familie eine Bestattung im Herkunftsland, organisieren wir die Überführung mit allen erforderlichen Dokumenten.

Alevitische Bestattungen

Auf dem Bremgartenfriedhof besteht zudem ein alevitisches Grabfeld, dessen Gräber entsprechend der religiösen Symbolik nach Osten ausgerichtet sind.

Wir stimmen den Ablauf mit der Gemeinde und der Friedhofverwaltung ab, damit die Zeremonie so gehalten werden kann, wie es Ihrer Tradition entspricht.

Jüdische Bestattungen

Im Judentum ist die Erdbestattung vorgesehen, in der Regel zeitnah nach dem Tod, mit einem schlichten Sarg und ohne Blumenschmuck. Die rituelle Vorbereitung übernimmt traditionell die Chevra Kadisha der Gemeinde. Die Beisetzung erfolgt auf einem jüdischen Friedhof; die Gräber bleiben dauerhaft bestehen.

Hier arbeiten wir eng mit der zuständigen Gemeinde zusammen, die den rituellen Teil verantwortet.

Konfessionsfreie Abschiede

Immer mehr Menschen in der Schweiz gehören keiner Kirche an. Ein Abschied ohne religiösen Rahmen ist deshalb längst selbstverständlich – und keineswegs weniger würdig.

Eine Trauerrednerin oder ein Trauerredner gestaltet die Feier auf die verstorbene Person zugeschnitten: mit ihrer Lebensgeschichte, ihrer Musik, den Worten der Menschen, die sie gekannt haben. Der Ort kann die Abdankungshalle sein, ein Raum ausserhalb des Friedhofs oder das Grab selbst.

Viele Familien empfinden diese Form als besonders persönlich, weil nichts vorgegeben ist.

Wenn in einer Familie unterschiedliche Vorstellungen bestehen

Das kommt häufiger vor, als man denkt – etwa wenn die verstorbene Person religiös war, die Kinder aber nicht, oder wenn Partnerinnen und Partner unterschiedlichen Gemeinschaften angehören.

In solchen Fällen hilft es, zwischen dem Ritual und der Feier zu unterscheiden. Manches lässt sich verbinden: eine Beisetzung nach religiösem Ritus und eine separate Gedenkfeier im vertrauten Kreis. Wir haben solche Lösungen begleitet und denken mit Ihnen darüber nach, ohne Ihnen etwas vorzugeben.

Was Sie uns sagen sollten

Damit wir richtig planen können, hilft es, wenn Sie uns früh mitteilen: welcher Glaubensgemeinschaft die verstorbene Person angehörte, ob bestimmte Rituale eingehalten werden müssen, ob es zeitliche Vorgaben gibt, ob eine Bestattung im Herkunftsland gewünscht ist und ob eine Ansprechperson in der Gemeinde eingebunden werden soll.

Wenn Sie unsicher sind, was in Bern möglich ist: Fragen Sie uns. Wir klären es ab.

Wir begleiten Sie – mit Respekt vor Ihrer Tradition

Von der Koordination mit Kirchgemeinde, Moschee oder Gemeinde über die Abstimmung mit der Friedhofverwaltung bis zur Überführung ins Ausland: Wir übernehmen die Organisation und richten uns nach dem, was für Ihre Familie zählt.

ERSA Bestattungen – Ihr Bestattungsinstitut für Bern und Umgebung
24h-Notruf: +41 79 133 90 99

Hinweis: Angaben zu Grabfeldern beziehen sich auf die Stadt Bern und können sich ändern. In anderen Gemeinden gelten eigene Reglemente. Verbindliche Auskünfte erteilen die Friedhofverwaltung und die jeweilige Religionsgemeinschaft.

Im Trauerfall

Wir sind jetzt für Sie da — Tag und Nacht.

Ein Anruf genügt. Wir übernehmen die Überführung und alle Formalitäten mit Ämtern, Friedhof und Krematorium — in Bern und der ganzen Region.

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